Gewalt gegen Frauen im Alter

16 Tage gegen Gewalt an Frauen, 25.11.-10.12.2020

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Gewalt gegen Frauen wird in der Schweiz und weltweit zu oft verharmlost und tabuisiert. Die Kampagne leistet mit ihren vielfältigen Veranstaltungen einen Beitrag dazu, genauer hinzuschauen und geschlechtsspezifische Gewalt zu bekämpfen.

Im Jahr 2008 lancierte die feministische Friedensorganisation cfd erstmals die Kampagne «16 Tage gegen Gewalt an Frauen» in der Schweiz. Seither koordiniert der cfd die Umsetzung der Kampagne in der Deutschschweiz und Liechtenstein und arbeitet dazu mit bis zu 60 Menschenrechts- und Frauenorganisationen zusammen. Auch das SRK Thurgau beteiligt sich an der Kampagne!

Die «16 Tage gegen Gewalt an Frauen*» thematisieren dieses Jahr Mutterschaft und Gewalt.
Mütter sind vielfältig – politisch engagiert, berufstätig, alleinerziehend, frauenliebend/lesbisch/queer, mit Beeinträchtigungen, chronischen Krankheiten, Migrationshintergrund oder einer Fluchtgeschichte. Aber nicht jede Frau* kann oder möchte Mutter sein..
Die Aktionstage (25.11.-10.12.) rücken ins Bewusstsein, dass Mutterschaft vielfältig ist. Setzen wir uns gemeinsam und stark gegen Gewalt an Frauen* ein.

Fokussiert wird auf verschiedene Arten von Gewalt. Mütter sind von physischer, psychischer und sexualisierter Gewalt betroffen:
Von Häuslicher Gewalt waren 2019 laut Bundesamt für Statistik 6’999 Frauen* und 1’541 Kinder betroffen. Die Zahlen sind seit 2009 relativ konstant. Sind Mütter von Häuslicher Gewalt betroffen leiden auch die Kinder.
Gewalt unter der Geburt ist stark tabuisiert und es fehlen Studien in der Schweiz.
Der grösste Teil der Pflege- und Betreuungsarbeit wird von Frauen* übernommen, die dafür ihr Erwerbspensum anpassen müssen.
Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist anspruchsvoll und Teil struktureller Gewalt. Die eingeschränkte Berufstätigkeit von Müttern führt in Abhängigkeitsverhältnisse und kann zu Altersarmut führen. Für alleinerziehende Mütter ist die Situation nochmals anspruchsvoller.
In der Schweiz erleben frauen*liebende Mütter spezifische Formen von struktureller Gewalt. So können sie nicht gemeinsam ein Kind adoptieren und trotz gemeinsamer Kinderplanung ist rechtlich nur die gebärende Frau* die Mutter.
Stereotype Vorstellungen von Mutterschaft sind einengend. An Mütter werden spezifische und teilweise widersprüchliche Erwartungen gestellt. Wir haben konkrete Vorstellungen davon, was Mutterschaft ist und wie eine gute Mutter sein sollte.

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